Geschichte um die Enstehung der Britisch Kurzhaar Katze

Seit 1988 züchte ich Edelkatzen und seit über 15 Jahre nun „BKH“ in blau    seit knapp sieben Jahren auch andere Farben) und ich muss sagen, die Entstehung dieser Rasse ist auch nach viel Internet-Recherche sehr ungewiss.Schon allein die Rassebezeichnungen der Vereine können Züchter und besonders Liebhaber stark verwirren. Meine Zucht begann ich

mit dem Kater „Avid vom Jungbrünnlein“

Rasse: Europäisch Kurzhaar,  Farbe: blau/Kartäuser    Farbnummer:16 

und der Katze „Arabella von Lichtenstein“

Rasse: Britisch Kurzhaar,  Farbe: Kartäuser/blau,   Farbnummer:16 

meine erste selbst gezüchtete Katze „ Fee von den Gremlins“

Rasse: Kartäuser,   Farbe: blau,    Farbnummer :16 

meine nun gezüchteten blauen Katzen heißen lt. Stammbaum

Rasse: Britisch Kurzhaar ,  Farbe: Kartäuser,    Farbnummer: 16 

Seit dem Jahr 2000 wurde noch eine weitere Variante der Britisch Kurzhaar anerkannt und diese heißt Rasse: Highlander,  Farbe: blau     Farbnummer: 16

Diese Katzen sind langhaarig und entstehen auch aus einer Verpaarung Britisch Kurzhaar x Britisch Kurzhaar. Wie sie später aus den verschiedenen Theorien der Entstehung lesen können, wurden immer Perser mit eingekreuzt. Das Langhaar-Gen kann über Generationen unerkannt getragen werden!Man sieht, das einzigste was gleich bleibt bei den blauen Katzen ist die Farbnummer. Die verschiedenen Rasse- und Farbbezeichnungen liegen ganz einfach an den unterschiedlichen Meinungen und Ansichten der vielfältigen Vereine!

Also lassen sie sich auf der Suche nach ihrer blauen Katze nicht verrückt machen und vertrauen sie einfach auf einen guten Züchter ihrer Wahl.Wenn sie allerdings hundertprozentig sicher gehen wollen, rufen sie den jeweiligen Verein  ihres in Erwägung gezogenen Katzenkindes an. 

Nun also zur Entstehung der Rasse.

Ich persönlich hatte in verschiedenen Büchern über BKH/Kartäuser gelesen, dass Mönche eines Kartäuserordens die blaue Katze aus Südafrika von eines ihrer dortigen Klöster mit nach Frankreich gebracht haben, um sie im dortigen Kloster zwecks Bekämpfung der Ratten zu züchten. Aus diesem Grunde hieße die blaue Kurzhaarkatze, eben "Kartäuser-Katze".

Im Laufe der Jahre wurden die Ansprüche der Züchter größer und sie wollten ein helleres Blau und eine bernsteinfarbene Augenfarbe. Daher kreuzten sie die Kartäuser mit  blauen Persern, wodurch sie den gewünschten Erfolg erzielten, aber auch das Langhaar-Gen, Gebissfehlstellungen und einiges mehr in Kauf nehmen mussten. 

Angeblich aber stellt sich meine Entstehungsgeschichte der Rasse bei genauerer Nachforschung als gänzlich unhaltbar heraus. Mach Aussage des Priors der "Grande Chartreuse" hat es in Südafrika niemals eine Kartause (= Kloster) gegeben, und niemals haben Mönche des Karthäuserordens von dort Katzen mit nach Frankreich gebracht. Schließlich gibt es auch keinerlei Aufzeichnungen über die Haltung oder Zucht von Katzen in der "Grande Chartreuse", die es aber nach Auskunft des Priors unbedingt gegeben haben müßte, wenn sich die Mönche mit Katzenzucht oder -haltung beschäftigt hätten.

Im Internet fand ich einige andere Darstellungen der Entstehung dieser Rasse wie z.B.

1. In England, fing man mit der Kreuzung kurzhaariger einheimischer Hauskatzen und langhaariger Perserkatzen an. Daraus entstanden die Vorfahren unserer Britisch Kurzhaar Katzen, die erstmalig 1911 auf einer Katzenausstellung ihr „Best in Show“ bekamen. Kurze Zeit später  wurde die British Shorthair von der damaligen Cat Fancy als Rasse anerkannt und ein erster Zucht- und Rassestandard festgelegt.

2. Aus alten Überlieferungen heraus wird angenommen, dass blaue Katzen an Bord eines Handelsschiffes aus Rußland nach England kamen.

3. Die Schwestern Leger ließen sich in Frankreich nieder und züchteten Siamkatzen. Da diese aber das  rauhe Kima am Atlantik schlecht vertrugen und anfällig für Krankheiten waren, beschlossen die  Legers, die heimischen blauen Katzen mit dem kurzen dicken Fell und den goldgelben Augen zu züchten.

Während die Schwestern Leger ihre  Kartäuserzucht  aufbauten, befassten sich in Paris andere Züchter ebenfalls mit der Zucht von Kartäusern, aufbauend auf vorgefundenen blauen Hauskatzen. Zwecks Erzielung einer schöneren, kupfernen Augenfarbe - speziell bei hellem Fell ein Problem - kam man auf die Idee, einen blauen Perserkater einzukreuzen.

  Auf diese Weise hatten die Kartäuserkatzen der Pariser alle etwas Perserblut mitbekommen. Sie waren dicker als die Kartäuser von den Legers, pausbäckiger und dazu kupferäugig. Ihr Fell war schön dicht und wollig. Dagegen war der Stamm der Legers eher leicht und elegant. Durch den Austausch von Zuchtkatzen mischten sich im Verlauf der Fünfzigerjahre die Linien, und beide Typen näherten sich einander an.

4. Bei den französische Züchter der Rasse Kartäuser (französische Hauskatzen X Persern) wurde im Laufe der Jahre der Genpool zu klein und sie entdeckten die britische Kurzhaar Katze ( englische Hauskatze X Persern) und beschlossen diese einzukreuzen.

  Mein Fazit

Es scheint schon immer in verschiedenen Ländern blaue Hauskatzen gegeben zu haben, die im Laufe der Jahre züchterisch vermehrt wurden.

Da Züchter immer hohe Ansprüche an Fell, Augenfarbe und Wesen haben, wurden auch sehr oft verschiedene Rassen eingekreuzt.

 

zurück